Orangensterne basteln

Im Folgenden könnt ihr einen Gastbeitrag von Dr. Vera Gramm lesen. Viel Spaß mit dieser kreativen Weihnachtsbastelidee!

Gerade Grundschulkinder basteln häufig leidenschaftlich gerne, sind geübt in Umgang mit Schere und Klebstoff und trauen sich an komplizierte Aufgabenstellungen heran. Gerade in der dunklen Jahreszeit, der Vorweihnachtszeit, wenn es draußen nass und kalt ist, ist es schön, gemeinsame Familienaktivitäten vor dem Kamin zu haben (vielleicht mit einem Glas Tee mit Orangenstückchen?). Gemeinsam mit meiner achtjährigen Drittklässlerin bastele ich Orangensterne und genieße das fruchtige Aroma, das bei dem Trocknen der Orangenscheiben durch unsere Wohnung zieht. Und das geht so:

Ihr braucht zum Basteln dreier Orangensterne:

  • 1 Orange
  • 24 Zahnstocher
  • flüssigen Bastelkleber/-leim
  • bunte Holzfädelperlen
  • einen Backofen mit Backblech und Backpapier (gerne statt der Einwegprodukte wiederverwendbare, ökologische Mehrweg-Backfolie aus z.B. Teflon verwenden, die sich zeiteffektiv in der Spülmaschine reinigen lässt)
  • (Bast-) Schnur/Garn/Faden

Die Orange in Kinderfingerdicke (ca. 0,5 cm) Scheiben schneiden, die Enden verwerfen. Diese auf das mit Backfolie ausgegleitete Backblech legen und bei 100 °C ca. drei Stunden backen lassen.

Die Ofentür sollte dabei einen kleinen Spalt geöffnet sein. Wir haben einen Kochlöffel aus Holz hineingeklemmt. Vorsicht an kleinere Geschwister! Auch „nur“ 100 °C warme Backöfen sind heiß! Das Orangenaroma strömt gleichmäßig aus dem Ofen und erreicht noch den hintersten Winkel der Wohnung. Sind die Orangenscheiben trocken, aber noch nicht knusprig-braun, sind sie perfekt. Vielleicht möchtet ihr zum Knabbern noch Apfelringe trockenen, nun, da der Ofen an ist? Hierzu alle Arbeitsschritte der Orange mit einem Apfel durchführen, gemeinsam mit den Orangen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und mit Zimt bestreuen – fertig ist die Leckerei für kleine Naschkatzen ;).

Wir haben während der Wartezeit bereits die Zahnstocher dekoriert: Hierzu pro Stern sechs-acht Zahnstocher an einer Spitze mit Leim bestreichen (einfach in die Klebertüte pieken) und nach Lust und
Laune Holzperlen darauf stecken. Gut trocknen lassen!


Der letzte Schritt erfordert Kooperationsbereitschaft, denn zunächst haben wir die dekorierten Zahnstocher auf die erkaltete Orangenscheibe gelegt und festgeklebt. Dies geht am besten mit vier helfenden Händen. Eine zweite Orangenscheibe wird ebenfalls mit Kleber auf dem Konstrukt fixiert.
Dieser Schritt benötigt am meisten Geduld und eine ganze Nacht Trocknungszeit!


Am nächsten Tag haben wir mit einer Nadel beide Scheiben durchstochen und die Bastschnur hindurchgefädelt. Alternativ fädelt man den Faden durch die Mitte der Orangenschalen, dort wo naturgemäß durch die Kerne und den Strunk sowieso kleine Lücken im Fruchtfleisch entstehen.

Vielleicht möchtet ihr noch Nelken in das getrocknete Fruchtfleisch stecken? Das riecht sehr weihnachtlich. Schön anzusehen sind die Orangensterne vor einem Fenster, vielleicht über einer Heizung, denn durch die aufsteigende, warme Luft, tanzen und drehen sie sich.

Kleiner Tipp: Unsere Tochter benutzt auch gerne Glasperlen, diese spielen mit den einfallenden Sonnenstrahlen und werfen Lichtflecke aufs Parkett!

Ganz viel Spaß beim Nachbasteln!

Eure Vera mit Räubertochter

Buchtipp für sechs bis neunjährige Menschlein:
„Kinder basteln mit Naturmaterialien, Ideen für das ganze Jahr“ von Sybille Rogaczewski-Nogai, erschienen im Christophorus Verlag, 2012. ISBN-13: 978-3838834269